Hypothekendarlehn
Zu den wichtigsten Dingen, die man über Hypotheken wissen sollte, ist die Tatsache, dass man über eine Hypothek keine 100% Finanzierung eines Hauskaufs oder eines Hausbaus bekommt. Wenn man eine Hypothek aufnimmt, dann muss man damit rechnen, dass man höchstens 66% von der Summe bekommt. Das Praktische an Hypotheken ist ja, dass man auch noch eine zweite Hypothek auf sein Haus aufnehmen kann. Die wird aber erst „zweitrangig“ im Grundbuch eingetragen. Für den zweiten Kreditgeber heißt das, dass er leer ausgeht, wenn der Schuldner nicht mehr zahlen kann und der Verkauf des Hauses nicht genug einbringt. Der erste „Hypothekengeber“ bekommt also sein Geld zuerst. Frei nach dem Motto: „Nach mir die Sintflut!“. Für Kreditnehmer hat das aber auch einen Nachteil. Denn solche „Zweithypotheken“ sind in der Regel 1 – 3 % teurer als die erste Hypothek. Diese 1 – 3% werden also noch auf den „normalen“ Zinssatz, als Risikozuschlag draufgesetzt.
Bei der Rückzahlung so einer doppelten Hypothek, gibt es einen gewissen „Abwicklungsstandard“. Dabei zahlt man für die zweite Hypothek ganz normale Raten wie bei jedem normalen Ratenkredit mit Zins und Tilgung auch. In der Regel ist das mindestens 1% des Hypothekendarlehens pro Jahr. Die erste Hypothek wird nicht abgezahlt, sondern nur die Zinsen. Dazu zahlt man aber noch in einen Rentenfond ein. Der bei der Ausschüttung dann an die Bank geht. Dazu gibt es noch eine andere Form der Hypothek. Die kombinierte Hypothek. Hier wird ein Teil der Hypothek für die gesamte Laufzeit mit einem bestimmten Zinssatz versehen und „gemütlich“ abgezahlt. Der zweite Teil der Hypothek bekommt dann jedes Jahr einen neuen Zinssatz verpasst. Wenn es nur geringe Zinsschwankungen auf dem Markt gibt, dann kann es zwar mal sein, dass sich bei den Zinsen nichts ändert. Aber darauf sollte man lieber nicht hoffen.
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