6 Gründe warum Sie der Kreditgeber Bank niemals alle Ihre Sicherheiten verraten sollten
Es versteht sich von selbst, dass ein Kreditgeber nur dann einen Kredit zusagen wird, wenn er sichergehen kann, dass er das geliehene Geld auch zurückerhält. Im Gegensatz zu Baufinanzierungen, die durch eine Eintragung der Grundschuld abgesichert werden, erfolgen Ratenkredite meist also so genannte Blankodarlehen. Das bedeutet, dass die Kredite ohne banküblich bewertete Sicherheiten vergeben, im Normalfall aber in der Schufadatei erfasst werden. In aller Regel wird lediglich eine Lohn- oder Gehaltsabtretung vereinbart, bei beispielsweise finanzierten Fahrzeugen kann auch eine Sicherungsübereignung erfolgen, was in der Praxis bedeutet, dass der Fahrzeugbrief solange beim Kreditgeber verbleibt, bis die Schuld getilgt ist. Bei höheren Kreditsummen kann der Kreditgeber darüber hinaus eine Bürgschaft fordern, wenn die Bonität des Kreditnehmers nicht ausreicht. Dennoch sollte es der Antragsteller tunlichst vermeiden, der kreditgebenden Bank alle Sicherheiten zu nennen, denn 1. Die Bank nimmt grundsätzlich alles, was sie bekommt. Gewisse Sicherheiten sind notwendig, damit ein Kreditvertrag überhaupt zustande kommt, hierzu gehört beispielsweise in regelmäßiges Einkommen, von dem die Bank einen gewissen Teil pfänden kann, wenn der Kreditnehmer den Kredit nicht mehr bedienen kann. Allerdings neigen Banken dazu, alle Sicherheiten anzunehmen, die der Kreditnehmer anbietet, von den Lohn- oder Gehaltsabtretungen über Versicherungspolicen und Sparguthaben bis hin zu Sachwerten wie dem Auto. 2. Nicht immer sind zusätzliche Sicherheiten überhaupt nötig. Gerade bei kleineren Kreditsummen ist es meist nicht notwendig, den Kredit mit weiteren Sicherheiten abzusichern. So besteht beispielsweise bei einem Kredit über 5000 Euro keine Notwendigkeit, die Schuld mit einer Lebensversicherung, die einen Wert von 50.000 Euro hat, abzusichern. 3. Sicherheiten sollten der eigenen Sicherheit dienen und nicht der, der Bank. Grundsätzlich schafft der Kreditnehmer Sicherheiten für sich selbst, um damit im Bedarfsfall liquide zu sein. Anstelle der Bank also beispielsweise eine Versicherungspolice abzutreten, ist es empfehlenswerter, die Versicherung zu behalten, im Bedarfsfall selbst zu kündigen und die Restschuld damit zu tilgen. 4. Liegen alle Sicherheiten bei einer Bank, ist der Kreditnehmer an diese Bank gebunden. Übergibt der Kreditnehmer alle verfügbaren Sicherheiten an eine Bank, benötigt jedoch einen weiteren Kredit und seine Bank lehnt diesen ab, verfügt er über keine Sicherheiten mehr, um einen Kreditantrag bei einem anderen Kreditgeber zu stellen. 5. Sicherheiten werden als Paket ver- und zurückgegeben. Die Sicherheiten übergibt der Kreditnehmer als kombiniertes Paket zusammen mit Kreditvertrag an seine Bank. Insofern werden die Sicherheiten auch als kombiniertes Paket wieder zurückgegeben, nachdem die Schuld vollständig getilgt ist. Einzelne Sicherheiten während der Vertragslaufzeit wieder auszulösen, beispielsweise eine Versicherungspolice, nachdem ein Teil der Schuld zurückbezahlt ist, ist in der Regel nicht möglich. 6. Zusätzliche Sicherheiten können einen Kredit verteuern. Verfügt der Kreditnehmer nicht über ausreichend Sicherheiten, wird oft eine zusätzliche Versicherung, beispielsweise in Form einer Restschuldversicherung oder einer Risikolebensversicherung von Seiten der Bank angeraten. Allerdings steigen damit auch die Kosten für den Kredit. Lohnenswerter kann es daher sein, eine zusätzliche Versicherung, sofern diese erforderlich ist, unabhängig vom Kreditgeber abzuschließen. |