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09.09.2010

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Kredizinsen sind nicht alles

Warum die Kreditzinsen nicht das Ausschlaggebende Kriterium für Ihre Entscheidung sein sollten

5 Tipps

 

Zweifelsohne spielen die Kreditzinsen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen ein Kreditangebot, denn die Kreditzinsen sind die Kosten, die für den Kredit entstehen. In aller Regel zahlt der Kreditnehmer eine höhere Summe zurück als die eigentliche Kreditsumme, die er aufgenommen hat, wobei bei den Kreditzinsen zwischen dem Nominal- und dem Effektivzins unterschieden wird. Der Nominalzins ist der zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer vereinbarte Zinssatz für das Leihen der Kreditsumme, das bedeutet, der Prozentsatz der Kreditsumme, den der Kreditgeber für das Leihen in Rechnung stellt.

 

Der Effektivzinssatz berücksichtigt neben dem Nominalzins weitere Kosten im Zusammenhang mit dem Kredit, beispielsweise Bearbeitungs- und Bereitstellungsgebühren, Kontoführungsgebühren oder Provisionen. Allerdings sollten die Kreditzinsen nicht das einzige und ausschlaggebende Kriterium sein, sondern auch andere Punkte sollten bei der Kreditentscheidung berücksichtigt werden.

 

1. Laufzeit. In aller Regel gilt, dass der Kredit umso teuer wird, je länger die Laufzeit ist, je mehr Raten für die Rückzahlung vereinbart werden, desto höher sind die Zinskosten. Dies liegt daran, dass Kredite in der Regel so vereinbart werden, dass die Höhe der Rate während der Rückzahlphase konstant bleibt. Dabei setzt sich die Rate aus einem Anteil für die Tilgung, also die Rückzahlung der eigentlichen Schuld, und einem Anteil für die Zinsen zusammen. Da die Zinsen immer für die verbliebene Restschuld fällig werden, verschiebt sich im Verlauf der Rückzahlung das Verhältnis von Tilgung und Zinsen. Je länger die Laufzeit vereinbart wird, desto höher ist der Zinsanteil zu Beginn und desto langsamer reduziert sich die Restschuld. 

 

2. Ratenhöhe. Grundsätzlich sollte die Ratenhöhe immer so gewählt werden, dass der Kredit auch bei unvorhergesehenen Ereignissen bedient werden kann, auch wenn eine niedrige Ratenhöhe eine längere Rückzahlung und somit höhere Kosten bedeutet.

 

3. Sondervereinbarungen. Je nach Anbieter sind bestimmte Sondervereinbarungen möglich. Hierzu gehören beispielsweise die Möglichkeit, Sondertilgungen vorzunehmen oder eine Restschuldversicherung bei Arbeitslosigkeit oder im Todesfall zu integrieren.

 

4. Weitere Kostenfaktoren. Grundsätzlich sind innerhalb des Kreditvertrages alle Kosten aufgeführt, die im Zusammenhang mit dem Kredit entstehen, allerdings müssen nichtzwangsläufig alle diese Kosten auch im Effektivzins eingerechnet sein. Daher gilt darauf zu achten, ob zusätzliche Gebühren, beispielsweise für die Bewertung der Sicherheiten, für mögliche Versicherungen oder für andere Vereinbarungen fällig werden.

 

5. Anbieter. Bei der Kreditentscheidung sollte nicht nur das Kreditangebot, sondern auch der Anbieter berücksichtigt werden. So haben die unterschiedlichen Anbieter Vor- und Nachteile. Während Kreditvermittler beispielsweise meist mit mehreren Banken zusammenarbeiten und möglicherweise auch in schwierigen Fällen weiterhelfen können, können Online- und Direktbanken meist günstigere Konditionen anbieten. Banken mit Filialnetz oder die Hausbank haben den Vorteil, dass sie jederzeit aufgesucht und Fragen persönlich geklärt werden können.

 
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