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05.02.2012
Wechselfinanzierung

Wechselfinanzierung

 

 

Also im Grunde genommen wird bei einer Wechselfinanzierung ein Dreieckskredit arrangiert. Wenn man bei jemandem einkauft und nicht in Bar bezahlt, kann auch einen Wechsel akzeptieren. Also der Käufer bestätigt mit der Annahme des Wechsels, dass er/sie die Verpflichtung übernimmt, für den Verkäufer eine Zahlung zu übernehmen. Einfacher formuliert heißt das: Frtizchen kauft von Heinz einen Plasmafernseher für 2000 Euro. Nun hat Fritzchen das Geld noch nicht bekommen und akzeptiert einen Wechsel.

 

Denn Heinz schuldet der Oma noch 2000,- Euro. Also mit der Anerkennung des Wechsels, verpflichtet sich Fritzchen die 2000,- an die Oma zu zahlen. Fakt ist also Frtizchen ist der Kreditnehmer und Oma der Gläubiger. Der Wechsel selbst ist eine Urkunde, den hier die Oma bekommen würde. Damit kann sie dann auch vor einem Gericht, wie jeder andere Gläubiger auch eine Rückzahlung von Frizchen vordern. Denn Heinz hat Ihr seine „Forderungen abgetreten“.

 

 

Sicher ist das etwas verwirrend, aber die Wechselfinanzierung ist ja auch schon am aussterben. Erst recht bei den Banken. Denn um die Urkunden auszustellen wird viel Zeit und Personal gebraucht. Das ist eben in unserer Zeit nicht mehr mit den Rationalisierungsmaßnahmen und der Effizienz vereinbar. Für manche Geschäftsleute kann es aber auch zu einem Problem werden. Denn obwohl die Wechselfinanzierung ein sehr altes „Finanzprodukt“ ist, wird sie auch noch heute von Betrügern gerne genutzt, wogegen die Banken solche Finanzierungen immer mehr meiden.

 

Eine beliebte Masche des Betruges ist, dass man einen Kredit mit einer Wechselfinanzierung aufnimmt und einen Wechsel akzeptiert. Dann lässt man von einem seiner „Schuldner“ oder Kunden das Geld auf ein Anlagekonto (mit viel, viel Rendite) überweisen. Aus der Rendite soll dann der Kredit samt Zinsen zurückgezahlt werden. Allerdings verlangen die „Kreditgeber“ noch eine Bearbeitungsgebühr. Auch wenn man sein Geld aus dem Wechsel zurückbekommen kann, so ist doch zumindest die „Gebühr“ dann futsch und von irgendwelchen „Renditen“ auf dem Anlagekonto sieht man sicher auch nichts. Denn die Betrüger machen sich mit der Gebühr vom Acker, während der Kunde bis zum Sankt Nimmerleinstag auf seine Kreditauszahlung warten kann. Für eine Finanzierung in verschieden Währungen finden sie weitere Informationen in der Wechselkurs Datenbank.

 

 
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